ELBEFOTO | Thommy Willkowei Fotografie
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Die Elbphilharmonie

Der Entwurf des Architektenbüros Herzog & de Meuron sah auf dem damals noch bestehenden Baukörper des backsteinernen Kaispeichers A (Baujahr 1962–1966) einen gläsern erscheinenden Aufbau mit markant geschwungener Dachform vor, genannt „Die gläserne Welle“. Das charakteristische Merkmal des Baukörpers ist, wie auch bei anderen Gebäudeprojekten dieser Art, eine einmalige, unverwechselbare Silhouette. Entgegen den allerersten Planungen wurde der Speicher für den Bau vollständig entkernt. Nur die denkmalgeschützte Fassade und Teile der Fundamente blieben erhalten. Der Aufbau ist mechanisch vollständig vom Speicher entkoppelt, er ruht auf 428 Stahlfedern, die wiederum auf 1745 Pfählen lagern, die tief in den Elbboden gerammt wurden.Der passgenaue Aufbau erhielt eine Glasfassade aus insgesamt 2200 einzelnen Glaselementen, die jeweils aus vier Glasscheiben bestehen. Alle Scheiben erhielten einen eingearbeiteten Licht- und Wärmeschutz durch aufgedruckte gerasterte Folien. 595 Glaselemente sind individuell gekrümmt. Nach Aussage der Architekten wird mit den gebogenen Fassadenteilen der Eindruck eines riesigen Kristalls, der den Himmel, das Wasser und die Stadt immer wieder anders reflektiert, erweckt.

Das Gebäude hat 26 Geschosse, wobei es vom Erdgeschoss bis zur Plaza im achten Obergeschoss von der Fassade des Kaispeichers A umschlossen wird, eines ehemaligen Kakao-, Tee- und Tabak-Speichers an exponierter Stelle des alten Hamburger Hafens, südlich der Speicherstadt. Es hat am höchsten Punkt an der Kaispitze eine Höhe von rund 110 Metern, der niedrigste Punkt an der Ostfassade liegt etwa 30 Meter tiefer. Damit hat das Gebäude den rechteckigen Radisson-Hotel-Bauum wenige Meter als höchstes bewohntes Gebäude in Hamburg abgelöst. Bedingt durch die Keilform des Speichers ist der Raumkörper der Elbphilharmonie im Osten 68 und im Westen 22 Meter breit.

Der Hauptzugang zum Haus erfolgt u. a. über eine rund 82 Meter lange, konvex gebogene Rolltreppe und eine weitere kürzere Rolltreppe, die gemeinsam das Erdgeschoss mit der Plaza verbinden. Zusätzlich stehen 29 Aufzugsanlagen sowie elf Treppenhäuser für die Erschließung des Hauses zur Verfügung.

Das Dach mit einem sehr hohen Eigengewicht erforderte aus Gründen der Sicherheit und der Tragfähigkeit den Einbau von Stützsäulen, die aus statischen Gründen schief stehen müssen.